Wer sich mit ‚Restrukturierungen‘, mit ‚Benchmarks‘ und ‚Optimierungsstrategien‘ herumschlagen muss, der lernt irgendwann auch den typischen ‚Beratersprech‘ kennen, hinter dem sich wiederum eine ganz eigene Unternehmenskultur verbirgt. Hier ein nicht ganz ernst zu nehmendes Beispiel, das zugleich die ‚Kultur‘ solcher Unternehmen illustriert:
Die Zukunft ist familienfreundlich
Wer sich Betriebs- und Dienstvereinbarungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichtet, stellt schnell fest, dass auf der variablen Gestaltung der Arbeitszeit das Hauptaugenmerk liegt. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf umfasst jedoch weit mehr. Es handelt sich keineswegs um ein „weiches Thema“. Ein derartiges Regelwerk kann einen tiefgreifenden Wandel…
Karrieren verlaufen nicht linear
Eine partnerschaftliche Mitbestimmungskultur in Unternehmen ist weithin noch Zukunftsmusik. Familienfreundlichkeit bedeutet, die Gleichwertigkeit von Privatem und Beruf als Unternehmen, als Führungskraft aber auch als Arbeitsteam zu akzeptieren und zu fördern. Letztlich ist ein Betrieb nur dann familienfreundlich, wenn der Arbeitnehmer seine persönliche Lebenssituation mit den aktuellen beruflichen Anforderungen in Einklang…
Wenn die Arbeit die Familie betrifft
„Die Arbeitswelt muss familienfreundlicher werden“, fordert Bundesfamilienministerin Manuela Schleswig. Der Alltag sieht oft noch anders aus. Deutsche Firmen fördern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Allgemeinen zu wenig.
Erfolgsgrundlagen für Interessenvertreter
Eine Fülle von Gesetzen und Vorschriften gibt den Betriebs- und Personalräten in der Arbeitswelt erhebliche Gestaltungsspielräume. Hier eine Liste der wichtigsten Regelungen auf dem Feld des Arbeits- und Gesundheitsschutzes:
Emotionsarbeit: Gefühle regulieren – Empathie entwickeln
Gerade im Sozial- und Gesundheitswesen steht die Interaktion mit den Patienten oder mit den Angehörigen im Zentrum, bzw. diejenige mit den Kunden. Das erfordert nicht nur kommunikative Kompetenz, vor allem ist dies auch eine Aufgabe, die hohe soziale und emotionale Anforderungen stellt. Dies sind Fähigkeiten, die in der Stress- und…
Altenpflege und Erziehung: Zunehmend depressiv
Deutschland fühlt sich niedergeschlagen: Um 70 Prozent stiegen vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2013 die Fehlzeiten aufgrund von Depressionen. Der Anteil der Erwerbspersonen, die Antidepressiva verschrieben bekamen, nahm im gleichen Zeitraum um ein Drittel auf sechs Prozent zu. Diese Zahlen finden sich im Depressionsatlas Deutschland, den die Techniker Krankenkasse…
Lebensphasen unternehmerisch gestalten: Zukunftsfest handeln und planen
Eine lebensphasenorientierte Personalpolitik stellt vor allem Anforderungen an eine veränderte Unternehmenskultur. Als Ziel sollte sie deshalb im Leitbild bei den Werten des Unternehmens verankert sein. Ein Mitarbeiter – oder eine Mitarbeiterin – darf nicht länger rein ‚betriebsrational‘ als ein prinzipiell austauschbarer Funktionsträger im Unternehmen betrachtet werden. Der zukünftig schrumpfende Arbeitsmarkt…
Flexibilisierung fördert Frauen
Yvonne Lott, eine Forscherin des WSI in der Hans-Böckler-Stiftung, hat eine EU-Studie von 33.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausgewertet. Die wichtigste Erkenntnis: Flexible und selbstbestimmte Arbeitszeiten kommen zwar allen Beschäftigten entgegen. Vor allem die Frauen aber profitieren von einer fortschreitenden Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Sie gewinnen – dank der flexiblen und selbstbestimmten…