Tom Otte

Unser Medizinmann im Gehirn

Unser Medizinmann im Gehirn

Kopfübungen

Einige Menschen werden nie krank, andere stecken sich mit jedem Erreger an, der im Umlauf ist. Eine amerikanische Studie zeigt: Menschen die entspannt und positiv denken, werden weniger oft erkranken als solche, die verspannt sind und eher negativ denken. Wie aber verwandelt man einen Pessimisten in einen Optimisten? Hier fünf Tipps:

1. Wer viel schläft, sündigt nicht

Im Schlaf repariert unser Körper bis zu 50 Millionen beschädigte Zellen. Diese körpereigene Zellpflege wirkt als Verjüngungsprogramm – nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Ausgeschlafenen Menschen kommen alle Herausforderungen nur noch halb so schlimm vor. Dieses positive Denken ist ein erwünschter Nebeneffekt.

2. Der aufrechte Gang

Unsere Körperhaltung beeinflusst unser Gefühl. Ein zusammengekauerter Körper spiegelt nicht nur negative Gedanken – er produziert sie geradezu. Prof. Sascha Topolinski fand heraus, dass wir uns mit einer aufrechten Körperhaltung zugleich selbstsicherer und selbstbestimmter fühlen. Die Stimmung hellt sich auf.

3. Lachen ist gute Medizin

Lachen ist nicht nur ein psychischer Vorgang. Es aktiviert Muskeln, die unser Gehirn stimulieren, Neurotransmitter auszuschütten, die uns glücklicher machen. Prof. Fritz Strack von der Universität Mannheim zeigte sogar, dass es schon genügt, grundlos die Lachmuskulatur zu aktivieren. Seine Studenten nahmen Bleistifte quer in den Mund. Allein diese Mimik löste dann eine biochemische Glückskette aus. Die Probanden fühlten sich besser. Offenbar ist es dem Gehirn egal, wieso man lächelt – Hauptsache, man lächelt.

4. Opfern Sie die Opferhaltung

Wer sich als passives Opfer des eigenen Schicksals sieht, fühlt sich dem Leben ausgeliefert – er verliert die Kontrolle. Vermeiden Sie daher den Konjunktiv, sobald Sie über Ihre Situation nachdenken: „Hätte ich doch nur …“, „Könnte ich doch nur …“. Vergangene Chancen sind keine. Schauen Sie stattdessen nach vorn. Wer sich jeden Morgen fragt: „Was tue ich heute, um mein Leben zu verbessern?“, der wird automatisch eine positivere Geisteshaltung entwickeln.

5. Der Weg der Yogis

Körperübungen stimulieren die chemische Standleitung zwischen Körper und Gehirn. Eine seit Jahrhunderten angewandte Technik dafür ist das Yoga. Für jeden Yogi ist der Körper nur ein Spiegel seiner Seele. Alles, was uns psychisch widerfährt, jedes Gefühl – Trauer, Angst oder Wut -, bildet der Körper in Form von Verspannungen ab. Bleibt unser Körper beweglich, sind unsere Muskeln entspannt, bleiben auch wir geistig beweglich und entspannt.

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