Tom Otte

Twittern – aber richtig …

Twittern – aber richtig …

Neben Facebook zählt der Kurznachrichtendienst Twitter zu den bedeutendsten Nachrichtenportalen im Netz. Die Anmeldung ist problemlos, eine E-Mail-Adresse und ein Name für jenen ‚Avatar‘, mit dessen Namen man sich im Netz herumtreiben will, genügt. Der Vorteil von Twitter besteht darin, dass man dann schneller und auch umfassender über Geschehnisse informiert wird, als ein noch so ‚rasender Reporter‘ diese zu Papier bringen könnte. Der Nachteil wiederum zeigt sich daran, dass einem die Zeitung am nächsten Morgen doch reichlich abgestanden erscheint.

Wer zum ersten Mal Twitter aufruft, wird enttäuscht sein, denn er sieht zunächst nur, dass er nichts sieht. Das Geheimnis besteht darin, dass man interessanten Twitterern zu folgen beginnt, sich also ein eigenes Netz im Netz erst einmal aufbaut. Dies geschieht schlicht durch den Druck auf die Folgen-Taste.

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Um selbst wahrgenommen zu werden, muss man allerdings auch selbst schreiben, wobei jede Nachricht auf 140 Zeichen begrenzt ist. Langatmige Ausführungen finden bei Twitter also keinen Raum, sondern nur kurze, knackige Statements. Auf längere Texte verweist man schlicht durch ‚Links‘, die auf die Quellen und Fundstellen anderswo im Netz verweisen.

Twitter erfordert durch seinen eng gefassten Rahmen einen ganz bestimmten Schreibstil, der auf Kürze, Prägnanz, Sarkasmus und Witz setzt. Geschieht dies, entsteht allmählich eine Liste von ‚Followern‘, von Leuten, welche die eigenen Meldungen sozusagen ‚abonniert‘ haben.

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Die Teilnahme an bestimmten Diskussionen erfolgt durch ‚Hashtags‘, das sind Schlüsselwörter, die durch ein vorangestelltes ‚#‘ gekennzeichnet sind. Ruft man diese Hashtags dann auf, steckt man auch schon mittendrin in der Diskussion: #Trump, #Islamgesetz, #SPD usw. Solche Schlüsselwörter werden wegen der Platznot gern abgekürzt: Der Hashtag #LTWSH fasst dann beispielsweise die Diskussion zur ‚Landtagswahl Schleswig-Holstein‘ zusammen.

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Hashtags mit Link in einem Tweet …

Zu erwähnen ist noch, dass Twitter das Einbinden von Fotos oder Videos gestattet, ohne Abzug bei der Zeichenzahl. Auch Umfragen lassen sich mit Twitter organisieren.

Hier die wichtigsten Regeln:

  1. Schreibe keine Abhandlungen, sondern kommentiere.
  2. Suche dir andere Twitterer, denen du folgst.
  3. Folge nicht nur Tweets, die dir genehm sind, sondern gerade auch denen‚ der anderen‘.
  4. Nutze #Hashtags.
  5. Blocke Teilnehmer, die eine Diskussion nur zerstören wollen (‚Trolle‘).
  6. Mische dich ein, habe eine Meinung …

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