Tom Otte

Mit Pausen zur Höchstleistung

Mit Pausen zur Höchstleistung

Ohne Pausen gibt es keine hundertprozentige Leistung. Unser Gehirn und unser Körper sind auf stundenlange Höchstleistungen gar nicht ausgelegt. Es klingt zwar paradox, um aber maximal leistungsfähig zu sein, benötigen wir bewusste Phasen des Leerlaufs. Der wissenschaftliche Begriff dafür lautet „ Default-Mode“. In diesem Zustand verarbeitet das Gehirn frisch Gelerntes oder Erlebtes – die Synapsen erholen sich, aufgenommene Informationen werden vom Zwischenspeicher in das Langzeitgedächtnis transferiert. Wer dagegen immer nur arbeitet, der wird auch nichts lernen.

In den USA fördern einige Unternehmen mit Erfolg längst das sogenannte ‚Powernapping‘, was bei uns als Mittagsschläfchen bekannt ist. Ein ‚Wegdösen‘ von maximal fünfzehn Minuten bringt verbrauchte Energie sofort zurück.

Der Arbeitgeber steigert so die Produktivität im Team, während die Mitarbeiter ihrerseits eine solche Erholungsphase als ‚Wertschätzung‘ betrachten. Eine absolute Win-Win-Situation.

Solche Phasen der Regeneration sind natürlich auch für Führungskräfte wichtig. Wer mit sich selbst achtsamer und gelassener umgeht, der ist nicht nur effizienter und kreativer, er ist auch reif für die nächste Stufe auf der Karriereleiter, denn er wird zum ‚Beispiel‘ für sein Team. Grundsätzlich sollten in jedem Team für alle die gleichen Spielregeln gelten, sonst ist der Chef kein Motivator – und erst recht kein Inspirator.

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