Tom Otte

Leibesübungen: Augensport!

Leibesübungen: Augensport!

Die Augen brennen, sie sind gerötet und tränen, das ist Alltag in deutschen Büros nach anstrengenden Tagen am Monitor. Kopfschmerzen bilden die unangenehme Begleiterscheinung. Das muss nicht so sein – tägliches Augentraining schützt uns davor.

  1. Gymnastik für die Augenmuskeln
    Unsere Augen ‚akkommodieren‘ sich täglich tausendfach: Sie passen sich an, damit wir in unterschiedlichen Entfernungen scharf sehen. Bleiben wir zu lange nur auf eine Entfernung fokussiert, krampft irgendwann der Zillarmuskel. Dies ist jener Muskelring, der die Linse umfasst. Zieht er sich zusammen, wird die Linse ‚dick‘, wir können Dinge in der Nähe scharf sehen. Entspannt er sich, werden entfernte Gegenstände scharf – dank einer ‚dünneren‘ Linse. Während langer Arbeitsphasen am Bildschirm decken Sie einfach mal das linke Auge mit der rechten Hand ab. Halten Sie die linke Hand mit ausgestrecktem Arm vor das rechte Auge und stellen Sie einen Punkt auf der Handfläche scharf ein. Bewegen Sie nun die Handfläche auf das Auge zu und bewahren sie dabei ein deutliches Bild. Anschließend entfernen Sie die Hand wieder langsam, das Auge folgt wiederum dem klaren Bild. Wechseln sie danach die Seiten.
  2. Blinzeln Sie Ihrem Auge zu
    Öffnen und schließen Sie die Augenlider, so schnell und so locker Sie dies können. Nach etwa eine Minute schließen Sie beide Augen für einen Moment. Schnelles Blinzeln trainiert die Augenmuskeln. Es lockert den starren Blick – zum Beispiel nach langem Lesen oder bei der Computerarbeit. Zudem erhalten die Augen eine ‚Dusche‘ aus Tränenflüssigkeit.
  3. Relaxen – dank Palmieren
    Reiben Sie Ihre Handflächen, bis sie angenehm warm sind. Legen Sie Ihre Hände, leicht gewölbt, über die geschlossenen Augen, ohne die Augenlider dabei zu berühren. Verharren Sie zwei Minuten in dieser Position. Das Palmieren entspannt Ihre Augen bei anstrengender Bildschirmarbeit durch Wärme.
  4. Im Dunkeln munkeln
    Schließen Sie Ihre Augen. Bewegen Sie diese im eingetretenen Dunkel zehnmal nach oben und nach unten, danach zehnmal nach links und rechts. Zeichnen Sie mit geschlossenen Augen danach Kreise, zehn im Uhrzeigersinn, zehn in entgegengesetzter Richtung. Solch gezielte Bewegungen trainieren die Augenmuskeln. Gleichzeitig entspannt die Dunkelheit Ihre Augen.
  5. Finden Sie Ihr „drittes Auge“
    Strecken Sie beide Arme locker nach vorne und ballen Sie die Hände zu Fäusten. Die Daumen zeigen nach oben, zwischen den Fäusten halten Sie einen Abstand von fünfzig Zentimetern. Lassen Sie nun Ihren Blick wandern, ohne den Kopf zu bewegen. Beim Einatmen betrachten Sie den rechten Daumen, beim Ausatmen fokussieren Sie auf Ihr imaginäres „drittes Auge“, das in der Mitte zwischen Ihren Augenbrauen liegt. Beim erneuten Einatmen nehmen Sie zur Abwechslung Ihren linken Daumen in den Blick, beim Ausatmen erneut das ‚dritte Auge‘. Wiederholen Sie diese Übung zwanzigmal. Ein solcher Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gleicht Überbeanspruchungen Ihrer Augen aus.

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